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Erfahrungen unserer Ortsbündnisse

Es gab noch nie eine Bürgerbewegung, die in Form vieler lokaler Bündnisse den vor Ort befindlichen Kindergärten und Schulen ihre Unterstützung anbietet, damit dort kein Kind und kein Jugendlicher die Freude am Lernen verliert. Wir müssen deshalb erst herausfinden, wie das gelingen kann.

Deshalb bieten wir den Akteuren der Ortsbündnisse hier Gelegenheit, ihre dabei gemachten Erfahrungen vorzustellen. Was gut funktioniert hat, können andere nachmachen, was nicht ging, brauchen sie so gar nicht erst zu versuchen.

Hier haben wir einige Themenfelder und auch ein paar Beispiele solcher Erfahrungsberichte vorgegeben. Wir sammeln momentan und es werden demnächst weitere solche Erfahrungsberichte aus den einzelnen Ortsbündnissen hinzukommen.

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Ortsbündnis festigen und bekannt machen
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Aktiv werden, Ideen entwickeln, Vorschläge erarbeiten und umsetzen
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Ortsbündnis festigen und bekannt machen

Erfahrungsbericht 1:
Wir haben in unserer Gruppe sehr viel Zeit investiert, um zu klären, was jedes unserer Mitglieder dazu gebracht hat, sich unserem Bündnis anzuschließen. Dabei wurde deutlich, dass es individuell sehr unterschiedliche Motive dafür gab. Daraufhin haben wir versucht, ein übergeordnetes Motiv zu finden, das alle Einzelinteressen verband aber auch allen Mitgliedern die Möglichkeit bot, sich mit Ihren besonderen Fähigkeiten und Erfahrungen einzubringen. Als wir das gefunden hatten, fühlten wir uns auch miteinander verbunden. Aber alles Weitere wurde erst dann richtig leicht und einfach, nachdem wir uns alle noch einmal vergewissert hatten, dass dieses gemeinsame Motiv allen Einzelnen gleichermaßen am Herzen liegt, sich aber nur gemeinsam mit allen anderen verwirklichen lässt. Wir haben es deshalb unser Herzensanliegen genannt.

Erfahrungsbericht 2
Bei uns gab es eine Situation, in der verschiedene Mitglieder unterschiedliche Meinungen vertraten und unterschiedliche Interessen verfolgten. Diese Diskrepanzen spitzen sich immer weiter zu und unser Bündnis drohte zu zerbrechen. Wir haben dann auf der Website den Hinweis gefunden, dass wir uns in solchen Fällten an einen Mediator wenden können, der oder die uns dabei unterstützt, wieder zusammenzufinden. Es hat geklappt!

Erfahrungsbericht 3
In unserem Ortsbündnis melden sich schon immer wieder engagierte
Mitmenschen, die gerne mitmachen möchten. Sie merken aber dann ziemlich
schnell, dass sie die notwendige Zeit dafür nicht aufbringen können (das
ist ca. 1 Stunde für ein monatliches online Treffen und vielleicht noch
eine weitere Stunde, um an etwas zu arbeiten oder an einem Workshop
teilzunehmen) . Alle sind in ihren Jobs und/ oder familiär bedingt
unheimlich eingespannt und treten dann von der aktiven Teilnahme zurück.
So gut wie alle wollen trotzdem noch weiter mit informiert werden und in
allen Gruppen drinbleiben. Wir sind daher momentan eigentlich nur zu
zweit, die wirklich aktiv Dinge vorantreiben und noch weitere 7 im
Hintergrund. Wir kommunizieren schon oft, dass unser Anspruch nicht
danach gemessen wird, wer am meisten schafft oder alle To Do’s erledigt
hat, sondern dass wir kleine Schritte vorwärts gehen…jeder so viel wie
er/ sie kann. Wir haben auch angefangen, unsere Vision und Motivation zu
teilen, um das Feuer zu entfachen…aber leider ohne großen Erfolg. Als
nächstes wollen wir mal alle in “real” zusammenbringen und eine Schule
besuchen, die bereits den FreiDay veranstaltet. Wir hoffen, dadurch
wieder den einen oder anderen Mitstreiter motivieren zu können.

Erfahrungsbericht:

Wir sind eine Gruppe von 6 Personen und treffen uns 1x pro Woche, um unser weiteres Vorgehen und unsere Vorstellungen zu besprechen, wie man LernLust in die Schulen bekommt. Bei einem Treffen sind wir in super kleine Detailfragen gekommen (Braucht es Noten? Wer sollte unterrichten dürfen? Etc.) und ein kleiner Streit ist entbrannt, ohne dass wir zu einem produktiven Ergebnis gekommen sind. Geholfen hat uns dann der Gedanke und das Übereinkommen, dass jeder kleine Schritt – auch wenn er nur dazu beiträgt, dass etwas weniger schlecht ist -, eine Verbesserung ist. Wir müssen gar nicht darüber debattieren, welche Lernmethode die beste ist. Das muss ohnehin jede Schule, jede Klasse und jeder Schüler für sich selbst herausfinden. Wichtig ist, das Bewusstsein bei allen zu schaffen, dass der Erhalt und die Förderung von Lernfreude das oberste Ziel bei allen „Maßnahmen“ sein muss und wir uns – als Einzelne wie auch als Gruppe – immer wieder selbstkritisch hinterfragen, ob wir gerade auf dem richtigen Weg sind.

Erfahrungsbericht 1:

Wir haben mehreres unternommen:
– Mit Freunden und anderen Eltern darüber gesprochen, wie die Lernfreude ihres Kindes ist/war.
– Wir haben 1:1 Gespräche mit Lehrern gesucht, die nach der Wahrnehmung von uns und unseren Kindern offen für notwendige Veränderungen sind.
– Wir haben ein Programmkino vor Ort zur Aufführung von „Herr Bachmann und seine Klasse“ gewinnen können. Alternativ könnte man auch einen Saal in der Gemeinde mieten (ggf. sogar kostenlos über Vereine (z.B. Geschichtsvereine, Sportvereine etc.)) und dort eine öffentliche Filmvorführung und Vorstellung des Ortsbündnisses und dem Anliegen von LernLust.jetzt organisieren. Bestenfalls lädt man hierzu auch Verantwortliche der entsprechenden Bildungseinrichtungen ein, damit direkt eine gemeinsame Basis statt Konfrontation geschaffen wird.
– Lokalzeitung, -radio und -fernsehen

Erfahrungsbericht 2:

Wir hatten nach einem gemeinsamen Kinotag zu einem weiteren Treffen eingeladen. Für dieses Treffen wurde von unserem Künstler Rüdiger Steiner zahlreiches Material zur Verfügung gestellt um eine besondere Runde des gemeinsamen Miteinanders zu schaffen.
Wir haben wunderbare Menschen begrüßen dürfen und diese eingeladen, bevor wir uns einzeln vorstellen, aus dem vorhanden Material ein kleines Kunstwerk zu gestalten – jeder für sich, was für jeden Selbst das Thema LernLust beinhaltet oder beschreibt. Innerhalb 15 Minuten sind fantastische Kunstwerke entstanden. Sein erschaffenes Kunstwerk galt es dann an einen anderen im Raum befindlichen Menschen weiterzugeben und sich dann jeweils namentlich vorzustellen und das Kunstwerk eines anderen mit der daraus inspirierenden Botschaft zu beschreiben. Es war wundervoll zu erleben und die gemeinsame Botschaft daraus zu erkennen. Außerdem hat es eine unglaubliche Leichtigkeit und Verbundenheit in den Raum gebracht. Da es bereits wieder erneute Einschränkungen für Treffen gab sind nicht ganz so viele neue Menschen erschienen, doch immerhin 12 weitere Personen haben sich uns angeschlossen.

Erfahrungsbericht:

Im Projekt an der Gemeinschaftsschule haben die Teilnehmer*innen in der Beobachtungsphase in den Interviews mit den Schüler*innen herausgearbeitet, dass Lernen keine Freude macht und auch nicht läuft, wenn die Kids Hunger haben. So kommen die Kids teilweise schon hungrig in die Schule und auch nicht alle bekommen ein Vesper von zu Hause mit. Basierend auf dieser Erkenntnis – die nicht unbedingt ganz neu ist – aber durch das Projekt wieder an die Oberfläche kam, konnten die KIDS REVOLUTION anschließend eine Kooperation mit dem Verein „Frühstück für Kinder“ vermitteln und die Schüler*innen bekommen nun Frühstückspakete von dem Verein gesponsert und geliefert. Bei Rückfragen zu den Projekten, meldet euch gerne bei Dr. Ilke Heller: ilke.heller@kids-revolution.de

Erfahrungsbericht:

Besonders junge Lehrer sind oft noch sehr motiviert. Deshalb haben wir mit unserem Kind gezielt mit solchen zuerst Gespräche vereinbart – mit Erfolg! Wenn man sich nicht in Detailfragen der Methodik verstrickt, sind unserer Erfahrung nach alle Lehrer dafür zu begeistern, als Leitziel die Lernfreude der Kinder zu haben. Mit dem gemeinsamen Ziel, können die Lehrer sich selbst besser reflektieren, beziehen die Kinder mehr mit ein und als Eltern kann man konkret über Dinge sprechen, die dieses Leitziel beim eigenen Kind ggf. nicht erreicht.

Erfahrungsbericht:

In unserem Dorf sind viele alte Bäume krank. Wo früher reichlich Äpfel hingen, sind jetzt eher schrumplige Rosinen – das stört sogar unseren ältesten Sohne (17 Jahre alt), der es noch anders kannte und auf dem Heimweg einfach mal in einen Apfel beißen konnte. Mit dem Vorhaben als gemeinschaftliche Aktion der Gemeinde und der Schule während der Schulzeit Bäume zu pflanzen und damit Biologie-Unterricht zu verknüpfen waren alle sofort einverstanden. Die entsprechenden Gelder konnten wir über Spenden und Gemeindegelder schnell eintreiben. Eine gelungene Aktion!

Erfahrungsbericht:

Ich selbst spiele im Fußball-Verein und wir haben auch einige Jugendmannschaften. Oft kommen Absagen zum Training, weil noch gelernt werden oder Hausaufgaben gemacht werden müssen. Das ist schade, denn Bewegung verbessert nachweislich die geistige Leistungsfähigkeit und ist essentiell für die körperliche und neurologische Entwicklung. Ich konnte den Vorstand und die Trainer schnell für das Anliegen von LernLust.jetzt gewinnen und wir haben uns gemeinsam überlegt, wie wir auf die Lehrer zugehen können.

Aktiv werden, Ideen entwickeln, Vorschläge erarbeiten und umsetzen

Erfahrungsbericht:
Wir haben eine Lehrerin gefunden, die sich für die Lernlust-Initiative interessierte und den Ansatz spannend fand, den wir mit den lokalen Bündnissen verfolgen. Sie hat ihren Kolleginnen und Kollegen davon berichtet, und dann haben die uns eingeladen. Inzwischen sind erste Freundschaften entstanden, wir mögen einander und sind froh, auf diese Weise zueinander gefunden zu haben. Manche Lehrpersonen meinten sogar, dass Ihnen das Lehren nun auch wieder viel mehr Freude mache.

Erfahrungsbericht:
Wir hatten einen Termin beim Direktor unserer Schule bekommen, um unser Bündnis und die Initiative Lernlust vorzustellen. Er hat uns damals mitgeteilt, dass sie in seiner Schule keine solche Unterstützung bräuchten, die Schülerinnen und Schüler kämen gern in die Schule und würden auch mit Freude lernen.Wir hätten danach gern die Schüler selbst gefragt, wie Sie das sehen, aber Schülerbefragungen darf man wohl nicht machen, darauf hatte uns ein Jurist aus unserer Gruppe hingewiesen. Also haben wir die Eltern gebeten, uns mitzuteilen, ob ihrer Kinder gern und die Schule gehen und Freude am Lernen haben. Deren Meinung war ziemlich deutlich, nur ein Drittel der Schülerinnen und Schüler hatten in ihren Augen noch etwas Freude am Lernen. Der Rest war mehr oder weniger frustriert von dem, was sie in der Schule lernen sollten. Nachdem wir das Ergebnis dieser Befragung in einem Beitrag für die Regionale Zeitung dargestellt hatten, wurden wir vom Schulleiter gebeten, das begonnene Gespräch fortzusetzen, und von da an ging alles recht leicht.

Erfahrungsbericht:
Wir haben auf der Lernlust-Website den Hinweis auf die Aktion „Frei-Day for Future“ gefunden und beim nächsten Elternabend vorgeschlagen, diesen freien Tag für eigenständige und selbstbestimmte Bildungsaktivitäten der Schüler auch an unserer Schule einzuführen. Es gab etwas Widerstand und auch Bedenken, aber zumindest ein halber Tag ist jetzt dafür von Unterricht freigeräumt worden und die Schülerinnen und Schüler beginnen jetzt zu merken, dass Lernen auch sehr viel Freude machen kann, wenn man es darf und nicht muss.

Erfahrungsbericht:
Die Schülerinnen und Schüler müssen unbedingt mit ins Boot, wenn die Lernlust wieder in der Schule Einzug halten soll. Das haben wir als schmerzliche Erkenntnis aus unseren Bemühungen mitgenommen. Es müssen nicht gleich alle sein, aber ein paar, und die hätten wir auch finden können, wenn wir uns von Anfang an darum bemüht hätte, die Schüler mit einzubeziehen. Jetzt fühlen sie sich ausgeschlossen, es wurde wieder einmal etwas über ihre Köpfe hinweg entschieden, sie haben keinerlei Interesse mehr, mit uns zusammenzuarbeiten.

Erfahrungsbericht 1:

Ein Entdeckungs- und Erlebnis-Nachmittag im Gemeinschafts-Garten Mehren:
Ein sehr lebendiges Ver-Flechten und Ver-Nageln mit viel Spaß, anregenden Begegnungen und sehr unterschiedlichen Lern-Feldern.
Wir begannen mit einem Kreis, in dem alle Kleinen & Großen sich vorstellten und eine kleine Geschichte weiter erzählten von der ‘Geflochtenen
Hummel‘.
Dann begann das Flechten, Sägen und Bauen, wobei tolle Flecht- und Bau-Teams entstanden, die sich selbst ihren Ideen und Möglichkeiten
überließen. Der entstandene Weiden-Tunnel ist eine wunderbare Bereicherung für den Gemeinschafts-Garten, der den Kleinen zum Spielen dient,
und den Großen zum Staunen über das bald wachsende Blattwerk der Weidenstöcke. Und die entstandenen Holz-Werke schmücken jetzt die Klassen der Grundschule oder das eine oder andere Kinderzimmer.