Lernlust in der Praxis

Schule im Aufbruch

Schule im Aufbruch steht für eine ganzheitliche und transformative Bildung im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Im Zentrum steht dabei die dreifache Verantwortung: Verantwortung für sich selbst, Verantwortung für Mitmenschen und Verantwortung für unseren Planeten. Unsere Schulen zeigen, dass bereits Kinder und Jugendliche zu aktiven Gestalter*innen unserer Gesellschaft werden können, wenn ihnen ausreichend Raum geboten wird, ihre angeborene Begeisterungsfähigkeit und Kreativität zu erhalten und zu fördern. Wir begleiten Schulen in ihrem Transformationsprozess hin zu einer solchen Lernkultur, die sich durch Vertrauen, Wertschätzung, Beziehung, Verantwortung und Sinn auszeichnet.

Barcamp von Schule im Aufbruch

Spannender Vortrag über gelingende Methoden für mehr Lernfreude.

Schools of Trust

Wir haben die Vision von einer Schule, die jedem Kind erlaubt, sein maximales Potenzial zu entfalten. In diesem Bildungssystem, können sich alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft entwickeln und zur besten Version ihrer selbst werden. Unsere Kinder und Jugendliche werden in den Schools of Trust fit für das 21. Jahrhundert. Wir konzentrieren uns auf wichtige Zukunftskompetenzen, die auch heute schon gebraucht werden, wie beispielsweise Kooperation, Kreativität und Unternehmertum.

Trauma Sensitive Schools

Viele Schüler haben traumatische Erfahrungen gemacht. Dies wirkt sich oft auf Lernen, Verhalten und Beziehungen in der Schule aus. Sicherzustellen, dass alle Kinder, die durch negative Erfahrungen traumatisiert sind, in der Schule erfolgreich sind, ist unser Traum und der Traum vieler. Wie kommen wir also dorthin? Um Traumasensitivität zu einem festen Bestandteil des Schulbetriebs unserer Nation zu machen, müssen alle – Eltern, Pädagogen, Administratoren, Verhaltensmediziner, Anwälte und mehr – zusammenarbeiten, lernen und sich gemeinsam engagieren.

Stärken-BILD

Dale Carnegie sagte einmal: „Anerkennung gehört in unserem täglichen Leben zu den am meisten vernachlässigten Tugenden. Wir vergessen zu loben und zu ermutigen.“ Das Stärken-BILD als „zweites Zeugnis“ hilft im Miteinander die individuellen Stärken, Talente und positiven Eigenschaften zu entdecken.

Oberschule Berenbostel

Später im echten Leben bereiten irgendwelche Leute uns nicht alles vor und wir müssen nur noch fertig machen. Später im Leben, im Job müssen wir auch selbständig planen und selbstständig denken. Und wenn wir schon in der Schule damit anfangen wird das später für uns viel viel leichter.

QUINOA Bildung

Eine Privatschule für Schüler:innen aus bildungsfernen Familien im Berliner Brennpunktviertel Wedding. Benannt wurde diese Schule nach der Getreideart Quinoa, die wertvoll, aber immer noch unterschätzt ist – wie so oft die Kinder aus benachteiligten Familien. Die Schule setzt auf Vertrauen, enge Zusammenarbeit mit den Familien, viel Praxis und Fächer wie „Zukunft“ und „interkulturelles Lernen“. Alle Kinder haben individuelle Tutor:innen und werden auch beim Übergang ins Berufsleben begleitet. 

Die Zukunftsbauer

In einer Welt, die sich so schnell verändert wie wohl nie zuvor, brauchen Kinder vor allem eines: Zukunftskompetenz, meinen die Macher:innen der Initiative Zukunftsbauer. Sie entwickeln Materialien, Fortbildungen und Projektideen, damit Schüler:innen lernen mit Komplexität und Unsicherheit umzugehen, Selbstwirksamkeit erfahren, eigene Lösungen entwickeln und experimentieren. Die Zukunftsbauer vernetzen Schulen mit Praxis und Berufsleben und begleiten sie bei der Schulentwicklung. 

Umweltschule

Basierend auf der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) und anlässlich des Wettbewerbs „Umweltschule in Europa“ starten immer mehr deutsche Schulen Projekte, die sich mit Themen wie Klimaschutz, regionalem Konsum oder Biodiversität beschäftigen. Schüler:innen entwickeln dabei konkrete Nachhaltigkeitsstrategien für ihre Schule, in Zusammenarbeit mit der Kommune oder lokalen Betrieben. Bislang wurden etwa 1.500 Bildungseinrichtungen in Deutschland mit dem Titel „Umweltschule in Europa – Internationale Nachhaltigkeitsschule“ ausgezeichnet. 

Agora

Agora ist eine Bildungsphilosophie aus den Niederlanden, bei der vollständig autonomes Lernen und Persönlichkeitsentwicklung im Fokus stehen. In den bisher elf Agora-Schulen arbeiten 12- bis 18-Jährige zusammen, gibt es keine Klassen, keine Lehrer:innen (nur begleitende „Coaches“), kein Lehrmaterial und keine Noten. Schüler:innen entscheiden aus intrinsischer Motivation heraus, was sie wie lernen möchten. Dabei geht es vor allem um nicht-kognitive Fähigkeiten wie Organisation, Gewissenhaftigkeit und Lösungsorientierung. In den wöchentlichen „Inspirations-Sessions“ schildern Gäst:innen ihre Interessen, was die Jugendlichen zu neuen „Challenges“ inspirieren soll: Lernziele, die sie selbst festlegen.

NEWSCHOOL

Talents, Coaches und Tutoren/Experten – gemeinsam machen wir uns auf den Weg in ein glückliches Leben. Durch unterschiedlichste Projekte aus dem unmittelbaren Leben lernen die Talents Verantwortung zu übernehmen, sich zu organisieren und neugierig immer wieder Neues zu wagen. Mit Freude, Vertrauen und Zuversicht lernen sie sowohl mit Erfolg als auch mit dem Scheitern umzugehen

FREI DAY

Der FREI DAY ist ein Lernformat, in dem das Leben die Fragen stellt. Schüler*innen sind selbst gewählten Zukunftsfragen auf der Spur. Sie entwickeln innovative und konkrete Lösungen und setzen ihre Projekte direkt in der Nachbarschaft und Gemeinde um. Der FREI DAY ist ein Lernformat, das Schüler*innen dazu befähigt, die Herausforderungen unserer Zeit selbst anzupacken und diesen mit Mut, Verantwortungsbewusstsein und Kreativität zu begegnen. Am FREI DAY lernen Kinder und Jugendliche, die Welt zu verändern.

Alemannenschule

Die Alemannenschule gilt als Vorreiter einer neuen Vorstellung von Lehren und Lernen in Verbindung mit einer der pädagogischen Konzeption angepassten Architektur der Schulgebäude. Die im Schulalltag der ASW entstandene und in Kooperation mit anderen Schulen (im sogenannten „Materialnetzwerk“) binnen 10 Jahren entwickelte digitale Lernumgebung „DiLer“, ist mittlerweile institutionell und staatlich anerkannt und europaweit verbreitet. Im Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis 2019 zählte die Alemannenschule nach dem Hauptpreis zu den fünf weiteren, jeweils als gleichrangig bewerteten Preisträgern.

Empathie macht Schule

Kinder lernen besser, wenn es den Erwachsenen gelingt, eine aufrichtige Beziehung zu ihnen aufzubauen. Dafür brauchen diese Erwachsenen Empathie, Klarheit und die Bereitschaft, schwierige Situationen zu reflektieren. Im Schulalltag ist das oft eine Herausforderung. Wir trainieren die dafür notwendige Beziehungskompetenz. Und wir vermitteln alltagstaugliche Übungen, um den Blick kurzzeitig von äußeren Anforderungen weg nach innen zu richten – und zur Ruhe zu kommen. Für ein entwicklungsförderndes Miteinander.